09/04/16: Partikelgrößen beeinflussen Geschmack, Verträglichkeit, Verarbeitungsgüte! Und nun?

Die Größe der Partikel - sei es in Lebensmitteln, Arzneimitteln oder Baustoffen - ist für viele Qualitäten eines Produktes verantwortlich.

- Große Partikel schmecken krümelig, kleine cremig. Zu winzige aber wiederum können wir nicht schmecken.
- Kleine Partikel lassen sich meist besser verrühren und mischen, können aber auch gesundheitsschädlichen Feinstaub verursachen.

Und wie sieht es mit Produkten aus, mit denen Sie alltäglich zu tun haben?
Zur Charakterisierung bietet sich die Partikelgrößenmessung an. Eine klassische Mess-Methode ist die statistische Laserbeugung. Hierzu werden die zu analysierenden Teilchen in einen Laserstrahl gehalten und das resultierende Beugungsmuster wird analysiert.
Der Nachteil liegt auf der Hand: es werden statistische Daten erfasst. Ausreißer gehen in der Masse unter. Zudem wird meist nur die Größe erfasst, nicht aber die Form und Struktur der einzelnen Partikel. Aber auch dies sind extrem wichtige Funktions- und Qualitätsmerkmale.

Eine sinnvolle Methode zur gleichzeitigen Erfassung all dieser Eigenschaften ist die Rasterelektronenmikroskopie (REM). Sie erfasst Größe, Struktur und gegebenenfalls auch die Inhaltsstoffe jeder einzelnen Komponente.

Pulver- und Faser-Strukturen im REM: Einige Beispiele


Wurst-Bruchstelle im Rasterelektronenmikroskop
Wurst-Bruchstelle im Rasterelektronenmikroskop

Kakao im Rasterelektronenmikroskop
Kakao-Pulver im Rasterelektronenmikroskop

Getränke-Pulver im Rasterelektronenmikroskop
Isotonische Getränke-Pulver im Rasterelektronenmikroskop

Mehl im Rasterelektronenmikroskop
Weizenmehl, Type 405 im Rasterelektronenmikroskop

Mehlim Rasterelektronenmikroskop
Dinkelmehl, Type 630 im Rasterelektronenmikroskop

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